Wie hoch sollte die Mietrendite sein?
Pauschale Antworten sind selten richtig, aber als Orientierung helfen klare Schwellenwerte. Eine Bruttomietrendite ab 5 Prozent gilt als solide, ab 6 Prozent als gut, ab 7 Prozent als sehr gut. In gefragten A-Lagen wie München, Frankfurt oder Hamburg sind aktuell oft nur 2,5 bis 3,5 Prozent erreichbar. In B- und C-Städten liegen 5 bis 7 Prozent häufig im realistischen Bereich.
Bevor Sie eine Mietrendite mit der Aktienmarkt-Rendite vergleichen, müssen Sie zwei Korrekturen einrechnen. Erstens: Bewirtschaftungskosten abziehen, das sind in der Regel 0,5 bis 1 Prozentpunkt der Bruttomietrendite. Zweitens: Mit der Gesamtinvestition rechnen, also Kaufpreis plus 8 bis 12 Prozent Kaufnebenkosten. Erst nach diesen zwei Schritten haben Sie eine ehrliche Vergleichszahl.
Eine wichtige Faustregel: Liegt die Nettomietrendite unterhalb des Zinssatzes Ihrer Finanzierung, ist Ihr Cashflow negativ. Sie zahlen monatlich aus Eigenmitteln dazu, in der Hoffnung auf Wertsteigerung und Tilgungsgewinn. Das kann sich rechnen, ist aber riskanter als eine Anlage mit positivem laufenden Cashflow.